Vom Wildschwein zum Hausschwein
Mit dem Begriff Domestikation beschreibt
man den Wandel vom Wildtier zum Haustier. In der Geschichte der
Menschen sind viele Tierarten zu Haustieren geworden, wobei das
Schwein eines der ältesten Haustiere überhaupt ist.
Die Domestikation erfolgte durch das räumliche
Abtrennen der Tiere von ihren wilden Artgenossen, durch das Einengen
ihres Lebensraumes, durch das Lenken der Fortpflanzung, durch das
Umsorgen der Tiere in Sachen Gesundheitserhaltung und Ernährung
sowie Schutz vor Feinden.
Sinn und Zweck der Domestikation war die "Nutzbarmachung"
von Wesens- bzw. Körpermerkmalen bestimmter Tierarten. Die
menschliche Selektion unterscheidet diesen Vorgang also nachhaltig
von der Evolution an sich.
Das Schwein wurde vom Menschen als Fleischlieferant
selektiert und dann domestiziert. In etwa schätzt man, dass
die Domestikation des Schweins vor 8000-10000 Jahren erfolgte. Aus
heutiger wissenschaftlicher Sicht gilt das europäische Wildschwein
(Sus scrofa) sowie das asiatische Wildschwein (Sus vittatus) als
Vorfahr aller Hausschweinrassen.
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